Belegt: Ja
Eine aktuelle Primärquelle stützt den positiven Wert für den angegebenen Scope. Quelle, Scope und Prüfdatum bleiben am Feld gebunden.
AgentenTrust 2.0
Direktantwort: AgentenTrust 2.0 ist der feldgenaue Evidence-Layer von AgentenCode für Datenschutz, Security, menschliche Kontrolle und Nachvollziehbarkeit. Das System vergibt keinen Compliance-Score. Es zeigt, was eine Primärquelle tatsächlich belegt, für welchen Scope die Aussage gilt und was Unknown bleibt.
Aktuelle Evidence-Basis
Die Abdeckung wird über 130 Agentenprofile geführt. 115 Profile enthalten derzeit mindestens ein Trust-Signal. Ein fehlendes Signal bleibt Unknown; es wird niemals stillschweigend in „Nein“ umgewandelt.
Wenn ein Profil bei „Menschliche Kontrolle“ 0 von 10 dokumentiert zeigt, bedeutet das: Für diese zehn Controls liegt im aktuellen Datensatz kein feldgenauer öffentlicher Beleg vor. Es bedeutet nicht, dass das Produkt keine Mechanismen für menschliche Kontrolle besitzt.
Vier Evidence-Säulen
Data Residency, Kundendaten-Training, Retention, DPA, Subprocessors und Processing Scope. Diese Felder strukturieren die DSGVO-Prüfung, ohne aus einem Einzelmerkmal eine Compliance-Aussage abzuleiten.
Verschlüsselung, SSO, SCIM, RBAC, Custom Roles, Customer-Managed Keys, SOC-2-Evidence und Credential Handling. Enterprise-only bleibt Enterprise-only.
Human Approval, Oversight, Tool- und Action-Permissions, Policy Controls, Delegationsgrenzen, Kill Switch und Rollback. Dokumentiert wird die Produktmechanik, nicht die Eignung eines konkreten Einsatzes.
Audit Logs, APIs, SIEM-Export, Observability, Tracing, Action-Level Records und Activity History. Entscheidend ist neben dem Vorhandensein auch der konkrete Scope.
Evidence-Zustände
Eine aktuelle Primärquelle stützt den positiven Wert für den angegebenen Scope. Quelle, Scope und Prüfdatum bleiben am Feld gebunden.
Ein negativer Wert wird nur gespeichert, wenn eine belastbare Primärquelle Nichtverfügbarkeit, eine Einschränkung oder einen anderen negativen Zustand ausdrücklich dokumentiert.
Für das Feld liegt keine ausreichend spezifische öffentliche Evidence vor. Unknown ist eine Beleglücke und keine Produktbewertung. Daraus sollte eine Due-Diligence-Frage entstehen, kein Minuspunkt.
Manche Controls tragen einen konkreten Wert statt Ja/Nein, etwa eine Region oder Aufbewahrungsdauer. Der Wert bleibt an die Quelle und den dokumentierten Scope gebunden.
Scope vor Sicherheit
Eine Trust-Aussage ist nur so belastbar wie ihr Scope. Ein Enterprise-Control aus einer gehosteten Cloud-Session darf nicht automatisch auf einen lokalen Client, einen anderen Tarif oder ein anderes Produkt desselben Anbieters übertragen werden. Deshalb führt AgentenTrust Scope-Informationen direkt am Wert.
Ist SAML SSO nur für einen Enterprise-Tarif dokumentiert, kann das Profil diesen Control für genau diesen Enterprise-Scope belegen. AgentenCode behauptet daraus nicht automatisch dieselbe Funktion für Free-, Personal- oder Developer-Oberflächen.
Eine regionale Hosting-Aussage beweist allein weder DSGVO-Konformität noch zulässige Datentransfers oder den Standort jedes Subprocessors. Sie ist ein Evidence-Feld innerhalb einer größeren Prüfung.
So entsteht Trust-Evidence
EU-Kontext
Controls können Themen wie Logging, Human Oversight, Transparenz, Robustheit und Cybersecurity zugeordnet werden. Das Mapping hilft, relevante Evidence zu finden. Es entscheidet nicht, ob eine konkrete gesetzliche Pflicht auf einen bestimmten Einsatz anwendbar ist.
Privacy-Controls strukturieren Fragen zu Processing Scope, Residency, Retention, DPA, Subprocessors und technischer Sicherheit. Kein einzelnes Feld stellt DSGVO-Konformität oder die Zulässigkeit eines konkreten Transfers fest.
Entscheidungsworkflow
Mit den Controls beginnen, die für den Prozess wirklich relevant sind: etwa SSO, Audit Logs, Human Approval, Data Residency oder DPA.
AgentenCheck oder das einzelne Profil zeigt, welche Anforderungen belegt, explizit negativ oder Unknown sind.
Prüfen, ob Tarif, Region und Deployment-Modell der dokumentierten Evidence mit der geplanten Beschaffung übereinstimmen.
Unknown-Felder werden zu Anbieterfragen, Vertragschecks oder Pilot-Tests – nicht zu automatischen Negativpunkten.
Maschinenlesbarer Layer
AgentenCode veröffentlicht die normalisierten Control-Definitionen und den aktuellen öffentlichen Governance-Datensatz. Entwickler und KI-Systeme können damit dieselben Felder auflösen, die im Interface sichtbar sind.
Definiert Control-Pfade, Labels, Werttypen, Suchbegriffe und Legal-Context-Mappings.
Enthält die aktuellen dokumentierten Signale je Agent mit Wert, Scope, Prüfdatum und Primärquellenreferenz.
36-Control-Katalog
Der Katalog zeigt die normalisierten Felder, die AgentenCode über Anbieter und Agenten hinweg vergleichbar macht. Ein Eintrag im Katalog bedeutet nicht, dass für jeden Agenten ein Wert dokumentiert ist.
privacy.residency.availableOb der Anbieter für den relevanten Produkt-/Tarif-Scope Datenresidenz öffentlich dokumentiert.
Rechtskontext: DSGVO Art. 5privacy.residency.customer_region_selectableOb Kunden eine dokumentierte Region für den relevanten Scope auswählen können.
Rechtskontext: DSGVO Art. 5privacy.residency.regionWelche Region oder Regionen die Primärquelle konkret nennt.
Rechtskontext: DSGVO Art. 5privacy.training.customer_dataOb die Primärquelle die Nutzung von Kundendaten für Modelltraining bejaht oder verneint.
Rechtskontext: DSGVO Art. 5privacy.retention.policyDokumentierte Aufbewahrungs- oder Löschlogik für relevante Kunden- bzw. Produktdaten im angegebenen Scope.
Rechtskontext: DSGVO Art. 5privacy.dpa.availableOb ein Data Processing Agreement bzw. eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung für den relevanten Scope öffentlich dokumentiert ist.
Rechtskontext: DSGVO Art. 28privacy.subprocessors.list_availableOb der Anbieter eine aktuelle Liste eingesetzter Unterauftragsverarbeiter für den relevanten Scope öffentlich dokumentiert.
Rechtskontext: DSGVO Art. 28privacy.processing.scopeDokumentierter Produkt-, Tarif-, Region- oder Deployment-Scope, für den eine Datenschutz- oder Verarbeitungsaussage tatsächlich gilt.
Rechtskontext: DSGVO Art. 5, DSGVO Art. 28security.encryption.at_restDokumentierte Verschlüsselung gespeicherter Daten im relevanten Scope.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 15, DSGVO Art. 32security.encryption.in_transitDokumentierte Verschlüsselung bei der Übertragung.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 15, DSGVO Art. 32security.customer_managed_keyOb kundenseitig verwaltete Schlüssel bzw. BYOK dokumentiert sind.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 15, DSGVO Art. 32security.soc2_type2Ob der Anbieter SOC 2 Type 2 für den relevanten Produkt-Scope dokumentiert.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 15, DSGVO Art. 32governance.sso.samlDokumentierte SAML-SSO-Unterstützung.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 15, DSGVO Art. 32governance.sso.oidcDokumentierte OIDC-SSO-Unterstützung.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 15, DSGVO Art. 32governance.scimDokumentierte SCIM-Provisionierung.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 15, DSGVO Art. 32governance.rbacDokumentierte rollenbasierte Zugriffskontrolle.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 15, DSGVO Art. 32governance.custom_rolesDokumentierte benutzerdefinierte Rollen oder granulare Rollenmodelle.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 15, DSGVO Art. 32security.secrets.credential_handlingDokumentierte Handhabung von Secrets, Tokens oder Zugangsdaten im relevanten Agenten-/Plattform-Scope.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 15, DSGVO Art. 32governance.human_approvalDokumentierte menschliche Freigabe in agentischen Abläufen.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 14governance.approval.pre_actionDokumentierte Freigabe vor einer risikorelevanten Aktion.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 14governance.human_oversightDokumentierte Mechanismen für menschliche Aufsicht.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 14governance.permission_controlsDokumentierte Berechtigungskontrollen für Agenten oder Workflows.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 14governance.policy_controlsDokumentierte Richtlinien-/Policy-Kontrollen für Agenten oder Aktionen.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 14governance.tool_permissionsDokumentierte Steuerung, welche Tools ein Agent nutzen darf.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 14governance.action_permissionsDokumentierte Steuerung zulässiger Aktionen.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 14governance.delegation_controlsDokumentierte Grenzen für Delegation an andere Agenten/Komponenten.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 14governance.kill_switchDokumentierte Möglichkeit, agentische Ausführung zu stoppen/deaktivieren.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 14governance.rollbackDokumentierte Rücknahme oder Wiederherstellung nach Aktionen.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 14governance.audit_logs.availableOb Audit-/Compliance-Logs öffentlich dokumentiert sind.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 12governance.audit_logs.retention_daysDokumentierte Aufbewahrungsdauer von Audit-/Compliance-Logs.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 12governance.audit_logs.apiOb Audit-/Compliance-Logs programmgesteuert abrufbar sind.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 12governance.audit_logs.siem_exportOb Export/Integration in SIEM-Systeme dokumentiert ist.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 12observability.availableOb Observability-/Monitoring-Funktionen dokumentiert sind.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 12observability.tracingOb Ablauf-/Trace-Daten für agentische Ausführung dokumentiert sind.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 12governance.audit_logs.action_levelOb einzelne Agentenaktionen auf Audit-Ebene nachvollziehbar sind.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 12governance.activity_history.availableOb eine nachvollziehbare Aktivitäts- oder Ausführungshistorie für relevante Agentenaktionen öffentlich dokumentiert ist.
Rechtskontext: EU AI Act Art. 12Coverage richtig lesen
Die Zahl dokumentierter Controls ist deshalb kein Ranking. Entscheidend ist, welche Felder für den geplanten Einsatz belegt sind. Claude Code hat beispielsweise aktuell 9 von 36 Controls dokumentiert; die gespeicherte Abdeckung liegt vor allem bei Security & Zugriff sowie Audit & Nachvollziehbarkeit. Microsoft Copilot Studio kommt ebenfalls auf 9 von 36, verteilt die dokumentierte Evidence aber anders auf Privacy, Security, Human Control und Trace. Salesforce Agentforce liegt ebenfalls bei 9 von 36, wiederum mit einer anderen Verteilung. Die gleiche Gesamtzahl beschreibt also drei unterschiedliche Evidence-Profile.
9 von 36 Controls dokumentiert: 0 Privacy, 6 Security, 0 Human Control, 3 Trace. Daraus folgt keine Aussage, dass Privacy oder Human Control fehlen. Es zeigt nur, wo AgentenCode aktuell feldgenaue öffentliche Evidence gespeichert hat.
Trust-Evidence ansehen →9 von 36 Controls dokumentiert: 2 Privacy, 4 Security, 1 Human Control, 2 Trace. Für Procurement ist diese Verteilung oft informativer als eine einzige Gesamtzahl.
Trust-Evidence ansehen →9 von 36 Controls dokumentiert: 2 Privacy, 4 Security, 2 Human Control, 1 Trace. Auch hier bleibt jeder Wert an Scope, Prüfdatum und Primärquelle gebunden.
Trust-Evidence ansehen →Grenzen des Modells
AgentenTrust ist kein Security-Audit, kein Penetrationstest, keine Rechtsberatung und keine Zertifizierung. Öffentliche Dokumentation kann unvollständig sein, Anbieter können Funktionen kurzfristig ändern und Enterprise-Verträge können zusätzliche Eigenschaften enthalten, die öffentlich nicht beschrieben werden. Deshalb ist ein dokumentiertes Feld ein belastbarer Startpunkt für eine Prüfung – nicht das Ende der Prüfung.
Auch „Belegt: Ja“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Control für jeden Einsatz ausreichend umgesetzt ist. Ein Audit Log kann beispielsweise vorhanden sein, aber seine Aufbewahrungsdauer, Granularität oder Exportmöglichkeit können für einen konkreten Prozess unzureichend sein. Ein Human-Approval-Mechanismus kann dokumentiert sein, aber nur für bestimmte Tool-Aufrufe oder Oberflächen gelten. Der konkrete Scope bleibt deshalb Teil jeder Entscheidung.
Die stärkste Nutzung von AgentenTrust ist eine Kombination aus öffentlicher Evidence und eigener Due Diligence: Anforderungen definieren, dokumentierte Werte prüfen, Unknowns als Fragen formulieren, Verträge und Tarifdetails verifizieren und anschließend mit realistischen Testfällen überprüfen, wie sich der Agent im eigenen Berechtigungs- und Datenkontext verhält.
Nein. AgentenTrust zeigt feldgenaue öffentliche Evidence. Die rechtliche Einordnung hängt vom konkreten Einsatz, der Organisation, Verträgen und dem Deployment-Kontext ab.
Es bedeutet, dass für diese zehn Controls im aktuellen Datensatz keine feldgenaue öffentliche Evidence gespeichert ist. Es bedeutet nicht, dass das Produkt alle zehn Funktionen nicht besitzt.
Weil fehlende öffentliche Dokumentation kein Beleg für Nichtverfügbarkeit ist. Unknown hält die Beleglücke sichtbar.
Ja, als strukturierter Ausgangspunkt. Primärquellen, exakter Tarif, Region, Verträge und Deployment-Konfiguration müssen weiterhin konkret geprüft werden.